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Vereinsnachrichten
BN-Ortsgruppe Wenzenbach
hilft Fröschen und Kröten
auf dem Weg zu ihren Laichgebieten
Naturschützer werden jetzt ter sind die fortpflanzungsbereiten
aktiv und bauen Schutzzäu- Tiere massenweise auf Wander-
ne auf, um die Tiere vor dem schaft. Deshalb sind in diesen Wo-
Tod auf der Straße zu bewahren. Die bayernwei- chen wieder zahlreiche ehrenamt-
te Aktion rettet jährlich 500.000 bis 700.000 Am- lich Aktive des BUND Naturschutz
phibien das Leben. Autofahrer aufpassen! Helfe- an Straßenrändern unterwegs, kon-
rinnen und Helfer sind willkommen. trollieren jeden Abend und oft auch
Die nun ansteigenden Temperaturen locken Krö- morgens die Fangzäune und brin-
ten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartie- gen die eingesammelten Tiere si-
ren. Darum werden nun von der BN-Ortsgruppe cher auf die andere Straßenseite“,
Wenzenbach die Amphibienschutzzäune aufge- erklärt Hans Lengdobler aus der
baut. Die Straßenbauämter und die Gemeinde hel- Ortsgruppe Wenzenbach.
fen hier dankenswerter Weise mit. „Bis Ende April muss man auf un- Aufbau des Amphibienzauns © Hans Lengdobler
„Ab einer nächtlichen Temperatur von circa fünf seren Straßen mit den Amphibien oder mit Men- kröte und Grasfrosch könnten dann zu einem sel-
Grad und insbesondere bei regnerischem Wet- schen, die zu deren Schutz in den Morgen- und tenen Anblick werden.“ Für den Schutz der Amphi-
Abendstunden unterwegs sind bien, die aufgrund ihrer schnell austrocknenden
rechnen“, so Hans Lengdobler wei- Haut auf Feuchtigkeit angewiesen sind, müssen die
ter. Ehrenamtliche Helfer*innen be- Gewässer geschützt oder renaturiert und feuch-
treuen über Wochen lang die Über- te Wiesen und Weiden erhalten werden, erinnert
gänge. Im letzten Jahr konnten auf Hans Lengdobler: „Viele Amphibien können wir vor
diese Weise über 1600 Erdkröten dem Straßentod retten. Aber das hilft langfristig nur,
und andere Amphibienarten vor wenn auch ihre Lebensräume erhalten werden.“
dem Tod auf den Gemeindestraßen Der BN bittet alle Autofahrer in den kommenden
bewahrt werden. Im Landkreis Re- Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnah-
gensburg waren es über 7000 Tiere. me:
Traurigerweise stellen die Natur- • Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegren-
schützer in den letzten Jahren fest, zungen an den Amphibienzäunen.
dass an vielen Übergängen die An-
zahl der Tiere in den Fangeimern • Achten Sie an den Stellen, an denen Amphibien-
sinkt. Hans Lengdobler warnt: „Wenn zäune errichtet sind, auf die Helfer, die am Stra-
wir nicht entschieden gegen die ßenrand Tiere einsammeln.
Klimakrise vorgehen, werden die • Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an
trockenen Sommer und Frühjahre, Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch
Getümmel im Sammeleimer © Hans Lengdobler die wir in den letzten Jahren erlebt wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind.
haben, zur Regel. Selbst Text: Bund Naturschutz Ortsgruppe Wenzenbach
Allerweltsarten wie Erd-
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